14 Jul
05 patzt vor beiden Gegentoren
Detten verliert gegen Melle völlig unnötig

09 Jun
1. Mannschaft
Auch zweites Relegationsspiel geht verloren
Tiefe Enttäuschung bei Emsdetten 05. Auch das zweite Entscheidungsspiel zur Westfalenliga ging verloren. 0:1 hieß es am Sonntag gegen Germania Salchendorf. Damit bleibt 05 Landesligist. Frust bei Spielern, Offiziellen und Fans.
„Das ist ja nicht mehr auszuhalten“, stammelte ein ganz treuer 05-Fan, „wieder jubelt hier der Gegner!“ Genau so war es. Als „Ersatz-Referee“ Ali Magrouda – er übernahm nach gut 20 Minuten die Spielleitung von Tim Zahnhausen, dem übel geworden war – nach 94 Minuten das Relegationsspiel um einen freien Platz in der Westfalenliga beendete, stand das 05-Team zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen mit leeren Händen da. Die Enttäuschung nach der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen Germania Salchendorf war greifbar, bei den Trainern, bei den Spielern, bei den Fans.
Das Match am Sonntag auf dem neutralen Platz in Hagen war quasi ein Spiegelbild der Partie vom vergangenen Donnerstag gegen RW Kirchlengern: Wieder fand 05 schwer in die Partie, hatte riesiges Glück, dass es nach 20 Minuten noch 0:0 stand. Zwei ganz dicke Dinger für Salchendorf: Einmal rettete 05-Keeper Janis Over mit einer Glanzparade, dann spielte Leon Palai das Leder über Over hinweg, doch die Kugel tänzelte neben dem Pfosten ins Toraus.
Salchendorf riss wahrlich keine Bäume aus, doch das Team agierte in den Zweikämpfen sehr robust, das bekamen die Gebrüder Schomaker schon in der Anfangsphase zu spüren. 05 gelang es zunächst zu wenig, für Nadelstiche zu sorgen. Erst als sich Referee Zahnhausen mit Magenschmerzen aus dem Spiel nahm, die Partie für knapp 20 Minuten unterbrochen war, wachte das 05-Team auf und hatte die große Chance: Nach schönem Doppelpass zwischen Marius Schomaker und Engin Demirdag setzte Jonas Schomaker die Kugel aus 14 Metern knapp über die Kiste, auch sein Kopfball nach Kötter-Flanke verfehlte hauchdünn das Tor. Auf der Gegenseite rettete der aufmerksame Janis Over mit Fußabwehr vor Palai, dann war Halbzeit.
Auch im zweiten Durchgang hatte Salchendorf den besseren Start, die 05er mussten in der Defensive hellwach sein. Doch die erste echte Chance nach Wiederanpfiff hatte der 05er Hannes Rehr, der aus halbrechter Position das lange Eck knapp verfehlte. Nach einer Ecke von Marius Schomaker segelten alle 05-Spieler am Ball vorbei.
Quasi aus dem Nichts die Führung für Germania Salchendorf: Fynn Werthenbach lief in halblinker Position in den Strafraum, Adinane Fousseni fand einmal mehr keinen richtigen Zugriff, genau ins lange Eck passte die Kugel zum 0:1 – unhaltbar (57.).
Danach fand das Geschehen, mit Ausnahme weniger Momente, nur noch auf der anderen Seite statt. Mehr und mehr stand jetzt Germania-Keeper Dustin Lohmann im Rampenlicht. Er fischte sich jeden Eckball oder faustete ihn aus der Gefahrenzone, er hielt den Freistoß von Marius Schomaker, rettete mit einer Glanztat gegen den Kopfball von Jonas Schäfer.
Nach einer Ecke verfehlte Engin Demirdag den Ball in der Luft, Henrik Möllers machte es nach Flanke von Rehr besser, doch der Pfosten verhinderte hier den Ausgleich. Dann endlich war der Ball im Netz, Marius Schomaker hatte vollendet, doch die Fahne des Assistenten war oben. „Nie und nimmer eine Abseitsstellung“, wetterten die 05-Fans, die auf Ballhöhe standen.
05 machte in der Schlussphase komplett auf, das ergab ein, zwei Konterchancen für den Gegner, doch Over war auf dem Posten. Die 05er belagerten quasi den gegnerischen Strafraum, doch es sollte einfach nicht klappen mit dem Ausgleich.
Der Treffer von Fynn Werthenbach entschied also die Partie, Germania Salchendorf steigt in die Westfalenliga auf, Emsdetten 05 bleibt in der Landesliga.
05-Kapitän Merlin Heinz: „Das ist alles so bitter. Wieder müssen wir uns erst einen fangen, ehe wir richtig aufdrehen. Und dann will der Ball auf der Gegenseite einfach nicht rein. Zudem wurde ein Treffer zum 1:1 nicht anerkannt, ich weiß nicht, ob da eine Abseitsstellung vorlag. Ist aber jetzt auch egal ...“
05-Stimmen nach der Niederlage
Von: Ferdi Recker
Foto: Thomas Strack
Mit freundlicher Genehmigung der Emsdettener Volkszeitung