15 Aug
05-Angriffsmonster frisst Ibbenbüren
Landesliga: Gegner macht es „keinen Spaß“

17 Aug
1. Mannschaft
Seine Elf wirbelt an die Landesliga-Spitze
Nach dem 6:1-Kantersieg am Freitag gegen die Ibbenbürener SpVg. führt Emsdetten 05 die Landesliga 4 nach dem 2. Spieltag an. Von Jubelarien will Trainer Daniel Apke aber nichts hören, legt stattdessen den Finger in die Wunde und warnt vor der Konkurrenz.
Für viele Trainer gilt: Bei Misserfolg stellen sie sich schützend vor ihre Mannschaft. Im Erfolgsfall dagegen stimmen sie keine Jubelarien an und wollen auch keine hören. Sondern ihre Mannschaft am Boden und die Sinne dafür geschärft halten, dass vor dem Triumph die harte Arbeit steht. Daniel Apke ist einer dieser Trainer.
Nach dem mitreißenden 6:1-Heimsieg am Freitagabend über die völlig überforderte Ibbenbürener SpVg. fragte unser Medienhaus den Chefcoach des Landesligisten Emsdetten 05, ob das eine Machtdemonstration war. Apkes Antwort: „Nö, nö, nö, nö. Nein, nein.“ Er warnte davor, jetzt den dicken Max zu machen, redete den Kantersieg klein: „Das frühe 1:0 spielt uns sicher in die Karten.“ Die Führung durch Christopher Brüning (3.) baute Semih Daglar schon nach einer Viertelstunde aus. Bei den heißen Temperaturen sei es für den an diesem Tag ohnehin nicht gut aufgelegten Gegner dann halt schwer, noch mal zurückzukommen.
Apke im Tiefstapel-Modus. Und dabei blieb er im weiteren Gesprächsverlauf.
„Ein bisschen ...“
Der Coach hatte in der vergangenen Saison oft den Killerinstinkt vorm Gegner-Kasten vermisst. Im Sommer motzte 05 nun die Offensive mächtig auf, bei den beiden Startsiegen in Lembeck (3:1) und gegen Ibbenbüren trugen sich die Neuzugänge Julin Muthulingam (insgesamt 3 Buden), Christopher Brüning (2) und Semih Daglar (1) schon fleißig in die Torjägerliste ein. „Man merkt, dass wir abschlusstechnisch ein bisschen zugelegt haben, da ist ein bisschen mehr Power in den Bällen“, verteilte Apke am Freitag ein fein dosiertes Lob an seine Tor-Maschinerie. Um dann direkt wieder den Finger in die Wunde zu legen: „Marius Schomaker hätte sich eigentlich auch noch belohnen müssen mit einem Törchen.“ Auf den Hinweis, Schomaker habe gegen Ibbenbüren doch das 3:1 erzielt, entgegnete Apke: „Hat er? Für mich hat er keinen gemacht, so oft, wie er vorm Tor stand.“
Die 05-Überlegenheit ließ sich nicht wegdiskutieren. Wusste auch Apke: „Auf der anderen Seite muss man ehrlicherweise sagen, der einzige Torschuss von Ibbenbüren war die Kirsche, die da reingefallen ist.“ Trotz allem sei es für Jubelstürme zu früh: „Ball flach halten, wir müssen‘s nicht übertreiben.“
ASK Ahlen landet Transfercoup
Nach dem 2. Spieltag stehen die Nullfünfer dort, wo viele Kenner der Landesliga 4 sie auch am Ende der Saison erwarten: auf dem 1. Tabellenplatz. Apke versucht, seiner Mannschaft die Bürde des gejagten Überteams zu nehmen. Es gebe noch andere Brocken in der Liga. ASK Ahlen etwa gilt ebenso wie 05 als heißer Titelkandidat. Und hat diese Einschätzung jetzt mit einer spektakulären Verpflichtung weiter untermauert: Abwehr-Recke Leon Tia (31), 166-facher Regionalliga-Spieler und früher unter anderem bei Preußen Münster II, FC Eintracht Rheine und SC Wiedenbrück unter Vertrag, ist vom SV Rödinghausen nach Ahlen gewechselt und stand beim 7:0-Sieg am Sonntag in Gemen direkt in der Startelf.
Am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr empfängt ASK Ahlen übrigens Emsdetten 05 ...
Von: Marius Holthaus
Foto: Thomas Strack
Mit freundlicher Genehmigung der Emsdettener Volkszeitung