10 Mär
Es hakt in der 05-Offensive
Abwehr überzeugte beim 1:0 über Borussia

02 Jan
1. Mannschaft
Marius Schomaker (05) bei Sportlerwahl nominiert
Bei Emsdettens Sportlerwahl des Jahres hat 05-Fußballer Marius Schomaker zwei Eisen im Feuer: als Einzelsportler und mit der Mannschaft. Er spricht über seine Anfänge, seine Stärken und Schwächen und erklärt, warum er nach einem Abstecher zur Borussia schnell wieder zu 05 zurückgewechselt ist.
Bei der Frage nach seinem bisher größten Erfolg muss Marius Schomaker nicht lange überlegen. „Da fällt mir natürlich direkt unser Aufstieg in diesem Jahr ein.“ An dem er maßgeblich beteiligt war. Mit 18 Buden ballerte der 21-Jährige Emsdetten 05 zur Bezirksliga-Meisterschaft und damit hoch in die Landesliga. Anschließend setzte sich das Titel-Sammeln nahtlos fort: Emsdettener Stadtmeister im Freien Anfang August – und am vergangenen Sonntag auch in der Halle. Es läuft für Marius Schomaker. Doch wie fing alles an?
Kurzer Abstecher zur Borussia
„Fußball spiele ich, seit ich laufen kann.“ Erst mit Papa und den älteren Brüdern Jonas und Dennis im Garten, dann im Verein bei 05. Als damals in der Jugend sein bester Freund Toni Natola zur Borussia wechselte, ging Marius Schomaker mit, kehrte aber rasch wieder zurück. „Heimweh und kürzere Fahrtwege“, nennt er als Gründe. Heute sind er und Natola bei 05 wieder Teamkollegen in der ersten Mannschaft. Marius Schomaker stürmt dort über die Flügel. „Am liebsten über links.“
Auch Bruder Jonas (23) gehört zu den Offensiv-Assen im Team. Freundschaftliche Hänseleien bleiben da nicht aus. Wenn Jonas bei der EV-Spielerbewertung mal einen platten Ball verpasst bekommt, erzählt Marius schmunzelnd, „dann lache ich ihn grundsätzlich aus. Er mich umgekehrt aber auch.“ Ärgern ihn platte Bälle? „Einen kleinen Ticken vielleicht. Meistens ist man ja selbst dafür verantwortlich.“
Zu Schomakers Stärken zählen seine Schnelligkeit und der Torabschluss. Und natürlich sein linker Fuß, mit dem er Ecken auch gerne mal direkt verwandelt. Seine Schwächen? „Elfmeter“, antwortet er prompt. Frisches Beispiel: Am 22. November schied 05 im Kreispokal-Viertelfinale gegen den SC Altenrheine aus, im Elfmeterschießen scheiterte auch Marius Schomaker an Keeper Jannik Sriskandarajah. „Der war aber nicht schwer zu halten, der war wirklich schlecht geschossen“, sagt er selbstkritisch.
„Selbst der Trainer hat mal ordentlich mitgetrunken“
An einen seiner Treffer erinnert sich der 21-Jährige besonders gerne: Am viertletzten Spieltag der vergangenen Bezirksliga-Saison schoss er bei Münster 08 aus der Drehung zum 1:0 ein. „Kein Traumtor, aber extrem wichtig.“ Später markierte er noch den 2:0-Endstand, der ärgste Verfolger 08 war mit diesem Sieg endgültig abgehängt, eine Woche später, am 18. Mai 2025, machte 05 mit einem 4:1-Heimerfolg gegen den SuS Neuenkirchen II die Landesliga-Rückkehr perfekt. Danach brachen im Salvus-Stadion alle Dämme. „War geil. Schöne Party“, schaut Marius Schomaker zurück, „selbst der Trainer hat mal ordentlich mitgetrunken, was bisher nicht so oft vorkam.“ Seit er 2023 den Sprung aus der Jugend direkt in die 1. Männer-Mannschaft packte, hieß sein Coach hier immer Daniel Apke. Auch an frühere Übungsleiter erinnert er sich gerne, etwa an Justin Wesseler und Ralf Erke in der B- bzw. A-Jugend. „Zwei super Trainer. Ich bin aber mit allen gut klargekommen.“
Beruflich steckt Marius Schomaker zurzeit in der Ausbildung zum Speditionskaufmann. Auch sportlich gesehen hat er mit seiner Mannschaft, die bei Emsdettens Sportlerwahl 2025 ebenso wie er selbst als Einzelsportler nominiert ist, noch einiges vor. In der Landesliga geht der Aufsteiger als starker Tabellen-Sechster in die Rückrunde, nur fünf Punkte hinter Spitzenreiter Lüner SV, die Schomaker-Brüder führen die teaminterne Torjägerliste schon wieder mit 10 (Jonas) bzw. 8 (Marius) Treffern an. Was sitzt drin in der zweiten Saisonhälfte? „Alles“, meint Marius Schomaker. Wenn man nicht aufpasse, könne es schlimmstenfalls nach unten hin noch mal kritisch werden. Andererseits: „In der Hinrunde hatten wir ja viele Ausfälle. Mit weniger Verletzungspech wäre es vielleicht sogar möglich, noch mal aufzusteigen. Das wäre ein Traum.“
von: Marius Holthaus
Foto: Thomas Strack
Mit freundlicher Genehmigung der Emsdettener Volkszeitung