12 Mai
05: Von wegen Abstiegsgefahr, Herr Apke!
Landesliga-Primus steht vorm Durchmarsch

06 Mai
1. Mannschaft
Landesliga-Aufstiegskampf
„Null-Fünf, Null-Fünf“ – so schallte es laut von der Tribüne in Senden, nachdem Referee Dominic Nosing die Landesliga-Partie des VfL Senden gegen Emsdetten 05 nach 94 Minuten beendet hatte. Die treuen Fans, die zu fast jedem Auswärtsspiel ihrer Mannschaft anreisen, hatten am Sonntag sicherlich keine berauschende Leistung ihrer Mannschaft gesehen, freuten sich aber über den 2:0-Erfolg, der die Chancen im Kampf um den Verbandsliga-Aufstieg weiter nährt.
Zumal die 05-Anhänger nur wenige Sekunden später lautstark informierten, dass Tabellenführer Lünen ganz spät den 2:2-Ausgleich kassiert hatte. Eifrig werden viele auf dem Heimweg diskutiert haben, was in den noch verbleibenden vier Partien – zu Hause gegen ASK Ahlen und Hammer SV, auswärts bei RW Deuten und Vorwärts Wettringen – drin ist für das Team um Trainer Daniel Apke. Am 31. Mai wird dann abgerechnet.
Rutschige Angelegenheit
„Mit Spaß und Freude ins Spiel gehen“, hatte Trainer Apke vor dem Match in Senden von seinen Jungs gefordert. Das soll jetzt keine Entschuldigung für die Gesamtleistung des Siegerteams sein, aber auf solch einem Fußballplatz kann man keine Freude abrufen. Als der EV-Reporter unmittelbar nach Spielende den Kunstrasen betrat, um die Kurz-Analysen der beiden Trainer einzusammeln, hätte er sich fast auf die Nase gelegt. Auf solch einem Platz kann man Schlittschuh laufen, aber nicht Fußball spielen. Egal, die drei Punkte sind im Sack. Es geht munter weiter …
In den ersten 20 Minuten liefen fast alle Angriffe der 05er über die rechte Seite, immer wieder war hier Marco Kötter gefordert: Sprints, energisches Tackling in den Zweikämpfen – Kötter gab alles, wie immer. Trainer Daniel Apke stellte um: „Marco, geh mal auf die andere Seite, ein wenig ausruhen, tausche mit Marius Schomaker.“ Nur wenige Minuten später hatte Kötter genug „ausgeruht“, köpfte zur wichtigen 05-Führung ein.
Marius Kötter?!
Übrigens: Kötter und Klöpper – so hießen die beiden Torschützen in Senden. Im EV-Bericht am Montag wurde ein Kopfball von „Marius Kötter“ zum 2:0 genannt – falsch! Die beiden Namen sind ja auch zum Verwechseln ähnlich …
Nach ordentlicher erster Halbzeit mit der verdienten 2:0-Führung fand das 05-Team nach Wiederanpfiff offensiv nicht mehr den erhofften Rhythmus, verwaltete nur noch den Vorsprung. Das machte die Mannschaft recht gut, einsatzfreudig und mit starker Laufleistung auf allen Positionen. Emsdettener Angriffe nach der Pause waren hingegen Mangelware, da passte nicht mehr viel zusammen. Nur gut, dass Senden nicht zum 1:2-Anschlusstreffer kam, so blieb den 05ern ein Zittern um den Dreier erspart.
Die Spieler werden sich auf der Heimfahrt in den beiden 05-Bullis sicherlich einig gewesen sein: Man hat im Restprogramm alle Chancen im Titelkampf der Landesliga. Um aber diese Chancen energisch beim Schopfe zu fassen, muss fußballerisch im Offensivspiel mehr gelingen als am Sonntag nach der Pause in Senden. Fakt ist aber auch, dass die 05er als Aufsteiger und Neuling der Liga im Grunde überhaupt keinen Druck verspüren. Sie dürfen schon jetzt von einer starken Landesliga-Saison sprechen. Und können mit folgendem Motto ins Restprogramm gehen: „Alles kann – nichts muss!“
Von: Ferdi Recker
Foto: Thomas Strack
Mit freundlicher Genehmigung der Emsdettener Volkszeitung